Von der Großküche bis zum Care-Konzept

Unser Studi-Haus

Als Verein verwalten wir das Studi-Haus, welches allen Studis, die nach Koblenz pendeln, während der Seminarzeiten eine Unterkunft bietet und unser zentraler Ort des Zusammenkommens ist. Neben einer kostengünstigen Übernachtungsmöglichkeit haben wir im Studi-Haus Raum für Austausch und gemeinsames Kochen nach den Seminaren. 

Das Haus

Derzeit bewohnen wir das AWO-Gästehaus in Boppard. Dort stehen uns sechs Vierbettzimmer und ein Zweibettzimmer sowie eine große Küche und ein Gemeinschaftsraum zur Verfügung. Dadurch, dass immer nur ein paar Jahrgänge gleichzeitig Unterricht haben, ist aber für alle pendelnden Studis während ihres Seminars Platz.
Boppard ist eine kleine Weile von Koblenz entfernt, mit dem Zug hält sich das aber in Grenzen und wir stellen euch dazu über den Verein auch ÖPNV-Tickets zur Verfügung. Vom Bopparder Bahnhof (5 min Fußweite) fährt regelmäßig ein Zug direkt bis in die Koblenzer Innenstadt und dann sind es auch nur noch 15 Minuten Fußweg bis zur Hochschule.
Unter anderem wegen der Entfernung suchen wir mit einer Gruppe Studierender nach einem besser geeigneten Studi-Haus, aber für’s Erste leben wir weiter im AWO-Gästehaus.

Gelebte Gesellschaftsgestaltung

Für uns ist das Studi-Haus ein Ort, in dem wir Gesellschaftsgestaltung und damit unser Studium in die Praxis umsetzen wollen. Anstatt das Haus nur als ‚Dienstleistung‘ zu sehen, verteilen wir die Aufgaben im Haus – über den „Care-Rat“ – solidarisch innerhalb der Studierendenschaft. Dadurch gibt es z.B. immer Essensvorräte für wunderbare Gerichte, immer eine Gruppe, die abends für alle kocht, und das Haus bleibt sauber und ordentlich.
In Boppard haben wir Unterstützung von einer angestellten Person, die regelmäßig die Räume reinigt. Dadurch liegen auch immer gewaschene Bettwäsche und Handtücher bereit und müssen nicht mitgebracht werden.

Die Miete

Die Miete für unser Studi-Haus wird gemeinsam von allen gestemmt. Dafür gibt es einen festen Solidarbeitrag von 15€ pro Monat, den alle Studis beitragen. Die restliche Miete wird über eine solidarische, anonyme Bieter*innenrunde finanziert, welche zu Beginn jedes Semesters stattfindet. Die Beiträge in der Bieter*innenrunde variieren zwischen 40 und 80€ pro Monat. Je nach Studierendenzahl im kommenden Semester können sich die Richtwerte geringfügig ändern. 

Das Essen

Das gemeinsame Essen vor und nach den Seminaren im Gemeinschaftsraum gestalten wir durch den Care-Rat selbst. Dadurch gibt es während den Seminaren immer eine Kochgruppe, Spülgruppe usw. Da wir meistens 10-20 Menschen im Studi-Haus sind, lassen sich die Rollen normalerweise leicht verteilen. Unsere Essensvorräte können wir über Großbestellungen sowie 3 Anteile bei der SoLaWi Stopperich organisieren. Weitere Essensbedarfe werden über gemeinsame Einkäufe organisiert. 
Für Essensbeiträge gibt es Richtwerte, die wir als Spenden verstehen und die uns einen solidarischen Umgang mit den Kosten ermöglichen. Wir haben bisher einen Richtwert von 2,50 Euro pro eingenommene Mahlzeit (7,50 Euro pro Tag), was recht knapp bemessen ist und gerne auch überschritten werden darf.

Weitere Infos

Beim Beginn eures Studiums werdet ihr das Studi-Haus direkt kennenlernen und dort unterkommen können. In der Orientierungswoche (O-Woche) werdet ihr alle infos über den Care-Rat usw. bekommen. Wenn vorher Fragen aufkommen, könnt ihr uns sehr gern an studigemeinschaft-fuer-gesellschaftsgestaltung@posteo.de schreiben.

So begann alles…

Bevor es die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung und unseren Studi-Verein nach Koblenz verschlagen hat, waren wir in Bernkastel-Kues und Mülheim an der Mosel beheimatet. In einer ehemaligen Jugendherberge in Bernkastel-Kues und anschließend in einer Pension in Mülheim an der Mosel fand der Großteil unseres Lebens außerhalb der Seminare statt: Hier haben wir während der Blockwochen gelebt, gemeinsam aus regionalem Bio-Gemüse von Hof Breit gekocht, über Seminarinhalte diskutiert und gemeinsam Veranstaltungen und Aktionen geplant. Außerhalb der Stoßzeiten des Hochschulbetriebs haben wir Initiativen und Vereinen unsere Türen für Tagungen und Seminare geöffnet.

Unser Studi-Haus hat uns einen Ort des Zusammenkommens geboten, uns morgens einen Blick ins Grüne gewährt und ließ uns abendliche Sonnenuntergänge bestaunen. Die Schönheit des Blickes nach draußen war uns also geschenkt (Was für ein Geschenk!). Damit wir auch die Zeit innerhalb des Studierendenhauses, mit Großküche, geteilten Bädern, Zimmern und Wohnraum genießen können, müssen wir putzen, kochen, in Stand halten.

Die Verteilung dieser Aufgaben hat in unserer “150-köpfigen-WG” für jede Menge Gesprächsstoff gesorgt und tut dies noch immer. Geeinigt haben wir uns derzeit auf ein Care-Konzept, in dem wir zu festen Zeiten gemeinsam anpacken – Wäsche waschen, kochen oder wischen – so macht es am meisten Spaß! Ab und an finden ergänzende “Care-Partys” statt, wo mit Musik, Toilettenreiniger und Wischmobb die Bäder auf Hochglanz gebracht werden.

Und dennoch, die Aushandlungsprozesse zwischen den unterschiedlichen Bedürfnissen nach Sauberkeit, Entspannung nach dem Seminar und Verantwortungsgefühl halten an und so sind Fragen nach Care-Arbeit nicht nur in unseren Seminaren, sondern auch in unserem Zusammenleben – wie in wohl fast jeder WG – ein Dauerbrenner.

Wir suchen ein Haus in Koblenz!

Aktuell sind wir auf der Suche nach einem Studierendenhaus in Koblenz: dem Quartier von Morgen. Wir freuen uns über jegliche Hinweise! Leitet gerne den untenstehenden Flyer weiter.

Flyer Haussuche – Cusanus Studierendengemeinschaft

In folgendem Video stellen wir unsere Projekt-Idee für das Quartier von Morgen in Koblenz vor: